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Auch leichte Hundebisse vom Arzt behandeln lassen Drucken E-Mail
hundebiss.jpgWird ein Kind trotz aller Vorsichtsmaßnahmen von einem Hund gebissen, sollten Eltern mit ihm zu ihren Kinder- und Jugendarzt bzw. einem anderen Facharzt. „Selbst durch kleine Verletzungen können mit dem Tierspeichel Krankheitserreger in die Wunde gelangen. Eltern sollten die Bisswunde unter handwarmem fließendem Wasser reinigen, sobald die Blutung nachgelassen hat, und anschließend mit einer sterilen Mullkompresse abdecken. Hundebissverletzungen sind meist Reißwunden, die fachärztlich versorgt werden müssen“, erklärt Dr. Thomas Fendel, Kinder- und Jugendarzt sowie Vorstandsvorsitzender vom Paednetz Bayern. Bei etwa 15% der Hundebisswunden kommt es zu Wundinfektionen – abhängig von der Schwere der Verletzung, der Immunität und vom Verschmutzungsgrad. Auch der Tetanusschutz (Wundstarrkrampf) muss gegebenenfalls aufgefrischt werden. Eltern sollten deshalb den Impfpass mitbringen. Für Tollwut besteht in Deutschland bei Haus- und Wildtieren zur Zeit kaum eine Gefahr, doch es gibt Einzelfälle von an Tollwut erkrankten Fledermäusen. In diesem Fall müsste das Kind so rasch wie möglich eine Immunisierung gegen Tollwut erhalten! Ein Drittel der Opfer bei Hundebissverletzungen sind Kinder. Dabei sind es nicht nur fremde Hunde, die nach Kindern schnappen. Laut einer aktuellen amerikanischen Studie kennt über die Hälfte der gebissenen Kinder den angreifenden Hund. „In bestimmten Situationen kann auch der eigene Hund aggressiv reagieren, z.B. wenn er beim Schlafen oder beim Fressen gestört wird. Eltern sollten ihrem Kind deshalb möglichst früh den Respekt vor Tieren beibringen und es bis etwa zum Alter von sieben Jahren nicht alleine mit dem Hund lassen. Eine Annäherung an den Hund sollte immer vorsichtig und bei unbekannten Hunden nur mit Erlaubnis des Besitzers erfolgen“, empfiehlt Dr. Fendel. Attackiert ein Hund ein Kind, sind folgende Regeln hilfreich: es sollte still stehen, nicht schreien, Arme und Hände hängen lassen, Blick abwenden und alles fallen lassen, was es in den Händen hält. Wenn der Hund es umwirft oder wenn es vor dem Hund hingefallen ist, sollte es sich klein machen oder flach mit dem Bauch zum Boden liegen bleiben und mit beiden Händen den Nacken schützen („sich tot stellen“).
 
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